Uns erreichte folgendes Schreiben:
Sehr geehrter Herr Minister Nehammer,
überrascht habe ich den Medien Ihre Aussagen zur Grenzgängeraktion entnommen. Sie sagen, diese ist „nicht tolerierbar“ und „der Verfassungsschutz setzt alle möglichen Maßnahmen“.
Ich bin erst seit kurzer Zeit in der patriotischen Bewegung aktiv, der Schutz der Umwelt war mir aber schon immer ein großes Anliegen. Ja, ich gestehe, ich habe an den Spaziergängen an der Grenze teilgenommen, weil Österreich meine Heimat ist und ich mir große Sorgen um unser Land mache.
Herr Minister, Sie erhalten vom österreichischen Staat ein großzügiges Gehalt und die Sicherung der Grenzen ist eine Ihrer Hauptaufgaben. Warum erfüllen Sie diese Aufgabe nicht? Sie rechnen mit 30.000 illegalen Migranten allein im laufenden Jahr. Durch Familiennachzug wird sich diese Zahl vervielfachen. Wem werden die Kosten für Massenmigration aufgebürdet? Wer wird mit den Folgen leben müssen? Wird es in Zukunft noch ein funktionierendes Sozial- und Pensionssystem geben?
Herr Minister, können Sie mir sagen: werden unsere Kinder oder Enkelkinder als Österreicher eine Minderheit in ihrer Klasse sein? Werden sie die einzigen Österreicher sein?
Herr Minister, sie behaupten wir behindern den Einsatz der Polizei. Mir ist nicht klar, welchen Vorgang wir genau behindert haben sollen. Der Schutz der Grenze war es jedenfalls nicht. Aber wir haben auch keine anderen Vorgänge behindert, auch wenn wir überhaupt nicht einverstanden sind, was zurzeit an unseren Grenzen passiert. Wir behindern die Polizei nicht. Die Polizei wird über jeden Grenzgang informiert und mehrere Polizisten begleiten uns dabei.
Tausendfachen illegalen Grenzübertritt wollen Sie nicht verhindern, aber unseren Spaziergang, der sich völlig im rechtlichen Rahmen bewegt, schon. Es ist irgendwie ironisch, dass der Verfassungsschutz ausgerechnet gegen uns eingesetzt werden soll, denn unser Verhalten ist keineswegs verfassungsfeindlich, im Gegenteil. Wir üben unsere verfassungsmäßig garantierten Rechte aus, zum Schutz des Landes, währenddessen Sie tolerieren, dass Asylgesetzgebung missbraucht wird für massenhafte Wirtschaftsmigration in unsere Sozialsysteme. Asylrecht war nie als Instrument für Zuwanderung gedacht, sondern nur als zeitweiliger Schutz vor persönlicher Verfolgung einzelner Personen. Herr Minister Nehammer, Sie sind es, der fortlaufend Gesetze bricht und wir machen auf diesen Umstand aufmerksam.
Die Mehrheit der Menschen will keine Massenzuwanderung. Massenzuwanderung führt zu Ereignissen wie dem grausamen Mord an Leonie, die zu Tode vergewaltigt wurde und dem Terroranschlag von Wien, den Sie nicht verhindern konnten, obwohl Ihr Ministerium von den slowakischen Behörden gewarnt wurde.
Sie nennen unsere friedliche und legale Aktion „nicht tolerierbar“ und legen damit ganz andere Maßstäbe an wie zum Beispiel bei Extinction Rebellion, Greenpeace und ähnlichen Organisationen. Warum? Auch wir sind Teil der Zivilgesellschaft und unsere Aktion hat das Ziel auf Missstände im System aufmerksam zu machen. Besonders freut uns dabei, dass bei den Grenzgängen auch direkt betroffene Anrainer aus der Grenzregion dabei sind.
Herr Minister, ich bleibe Grenzgänger solange bis Sie Ihre Aufgabe ernst nehmen.
Ich fordere Sie auf: schützen Sie Österreichs Grenzen, so wie ihr Amt Sie dazu verpflichtet.
Allen anderen rufe ich zu: wir sehen uns an der Grenze!
Es grüßt Sie hochachtungsvoll, ein anonymer patriotischer Grenzgänger